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Dekorieren mit Konzept

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In welchen Farben soll die Dekoration sein, damit sie gut in den Raum passt?

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texts Alliierte Kriegsverbrechen

Usage Attribution-NonCommercial-NoDerivs 4.0 International Topics Lager 91 Darmstadt, Interniertenlager, Kriegsgefangenenlager, Kriegsregeln, Kriegsverbrechen Collection opensource Language German

Alliierte
Kriegsverbrechen

und Verbrechen
gegen die Menschlichkeit

Zusammengestellt und bezeugt
im Jahre 1946 von Internierten
des Lagers 91 Darmstadt

[Seite 2]

ANMERKUNG ZUR DIGITALISIERUNG

Der nachfolgende Text ist dem Buch „Alliierte Kriegsverbrechen“ aus dem Arndt-Verlag entnommen. Das Buch trägt zwar einen Copyright-Hinweis, jedoch kann dieser unmöglich für die eidesstattlichen Versicherungen der deutschen Kriegsgefangenen gelten. Insofern gehe ich davon aus, dass diese frei verfügbar sind und stelle sie hiermit der Allgemeinheit zur Verfügung. Das "Vorwort des Verlages" wird als Zitat übernommen.

Wo sich wohl die Originale der eidesstattlichen Versicherungen befinden, ob sie noch existieren? Wer weiß es?

Allgäu, 8. Mai 2015


Speicherort: https://archive.org/details/AlliierteKriegsverbrechen

[Seite 3]

QUELLENANGABE

ISBN 3-88741-189-7
©1997 ARNDT-Verlag. Alle Rechte vorbehalten
1. Auflage 1953 im Dürer-Verlag, Buenos Aires

ARNDT-Verlag
D-24035 Kiel, Postfach 3603

Druck und Bindearbeiten: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft
Gedruckt in Deutschland

[Seite 4]

Die folgenden Änderungen wurden für die digitalisierte Ausgabe vorgenommen:

S. 46: „kennzeichnet ist. (646)“ in „gekennzeichnet ist. (646)“ geändert.
S. 60: Nach „(3965)“ einen Absatz eingefügt.
S. 64: Nach „1508.“ einen Absatz eingefügt.
S. 98: Nach „1992.“ einen Absatz eingefügt.
S. 98: Nach „E. V. 1699.“ einen Absatz eingefügt.
S. 114: „(2418), 2432)“ zu „(2418, 2432)“ geändert.
S. 121: „unter Schläge“ zu „unter Schlägen“ geändert.
S. 129: „(16,30 Uhr)“ zu „(16:30 Uhr)“ geändert.
S. 136: „herzuziehen“ zu „herausziehen“ geändert.
S. 174: „185 247)“ zu „185, 247)“ geändert.
S. 189: „(480-“ zu „(480)“ geändert.
S. 218: „(1. Mai. (275)“ zu „1. Mai. (275)“ geändert.
S. 228: „483 von 200 Mann“ zu „483 von 2000 Mann“ geändert.
S. 249: „(FN 117)“ zu „(F 117)“ geändert.
S. 281: „(Augen ausgestochen“ zu „Augen ausgestochen“ geändert.
S. 291: „eine Feuerstoß“ zu „einen Feuerstoß“ geändert.

[Seite 5]

VORWORT DES VERLAGES

Von der Historisierung unserer Geschichte sind wir noch weit entfernt. Anders läßt sich die Hysterie nicht erklären, die auch 50 Jahre und mehr nach dem Geschehen immer noch die Berichterstattung beherrscht, mit der Ereignisse unserer jüngsten Geschichte thematisiert und immer schriller verzerrt werden.

Nur schlaglichtartig sei an einige Ereignisse der jüngsten Zeit erinnert: In Rom wird der Polizeioffizier Erich Priebke wegen Beteiligung an einer Geiselerschießung im Zweiten Weltkrieg vor ein Militärgericht gestellt und im August 1996 freigesprochen. Das internationale Medienecho zwingt die italienische Justiz zu einem neuen Verfahren, in dem Priebke 1997 nunmehr schuldig gesprochen wird.

Im Rahmen einer internationalen Medienkampagne wird die Schweiz an den öffentlichen Pranger gestellt, weil sich auf schweizer Banken angeblich noch Guthaben von jüdischen Kontoinhabern befinden, die während des Zweiten Weltkrieges umgekommen sind.

Der Deutsche Bundestag beschließt ein Gesetz, nach dem Deserteure der Deutschen Wehrmacht rückwirkend rehabilitiert werden. Sogar eine Entschädigungszahlung von DM 7.500,-- wird beschlossen.

In einem deutsch-tschechischen Vertrag verzichtet die deutsche Bundesregierung 1997 auf die Wahrnehmung der Interessen deutscher Heimatvertriebener aus dem Sudetenland. Trotz unglaublicher Opfer der Sudetendeutschen durch tschechische Verbrechen und Massaker im Jahre 1945 verwahrt sich die Bundesregierung nicht gegen tschechische Geschichtsverzerrungen und Schuldzuweisungen.

Eine linksextremistisch motivierte Ausstellung über / gegen die Deutsche Wehrmacht wird in verschiedenen Städten der Bundesrepublik Deutschland und der Bundesrepublik Österreich gezeigt. Die Ausstellung verfolgt das Ziel, die Deutsche Wehrmacht zu kriminalisieren und die Generation der Weltkriegsteilnehmer zu Kriegsverbrechern zu stempeln.

Der bis dahin unbekannte Universitätsprofessor Daniel Goldhagen wird durch sein Buch „Hitlers willige Vollstrecker“ über Nacht populär. Er behauptet darin, alle Deutschen seien potenzielle Judenmörder gewesen und jeder Deutsche habe vom „Holocaust“ gewußt, diesen gebilligt oder sich sogar daran beteiligt.

In diesem Klima einseitiger Schuldzuweisungen scheint es geboten, an Tatsachen neu zu erinnern, die ansonsten heute bereits Teil abgeschlossener Geschichte wären. Wir reden von den millionenfachen Kriegsverbrechen der alliierten Kriegsgegner Deutschlands, die der systematischen Schweigespirale unterliegen. Selbst Verbrechen

[Seite 6]

größten Ausmaßes, wie etwa die Vertreibung der Deutschen aus Ostdeutschland und dem Sudetenland mit über 3 Millionen Toten, der Luftkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung mit mindestens 600.000 Opfern und der Hungerholocaust an den deutschen Kriegsgefangenen durch Amerikaner und Russen in unbekannter Millionenhöhe sind heute in der Öffentlichkeit weitgehend totgeschwiegen. Noch weniger weiß die Bevölkerung von den Tausenden und aber Tausenden von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die sich unter den Stichworten Vergewaltigung, Folter, Verstümmelung und Mord während des Krieges und beim Eindringen unserer ehemaligen Kriegsgegner auf deutschen Boden ereigneten.

In dieser Situation haben wir uns entschlossen, diese bereits 1953 erstmals erschienene Dokumentation neu vorzulegen, auch wenn sie nur einen winzigen Ausschnitt aus der tatsächlichen Zahl der geschehenen Verbrechen wiedergibt. Was hier von deutschen Internierten zusammengetragen wurde, ist von einer solch erschütternden Wucht und Dramatik, daß es besser als jede weitschweifige Argumentation die Ungeheuerlichkeit offenbart, daß mehr als 50 Jahre nach dem Geschehen noch immer kein Augenmaß und keine Nüchternheit eingekehrt sind, sondern einseitige antideutsche Schuldzuweisungen von Generation zu Generation tradiert werden sollen.

Der Verlag, September 1997

[Seite 7]

EINFÜHRUNG DER HERAUSGEBER

Hiermit legen wir der Oeffentlichkeit eine Dokumentensammlung vor, mit deren Herausgabe wir lange gezögert haben, die aber durch das völkerrechtswidrige Verhalten der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges gegenüber den Besiegten notwendig geworden ist.

Wir haben lange gehofft, man würde den Tausenden noch inhaftierten deutschen und ihnen verbündet gewesenen Soldaten zwar nicht Gnade, wohl aber Recht gewähren. Man hat weder das eine noch das andere getan. Deutsche Soldaten gelten nach wie vor als Kriegsverbrecher, ihre Gegner als „christliche Kreuzzügler“. Und wenn mal ein deutscher General es wagt, anderen als den Deutschen ihre Kriegsverbrechen vorzuhalten, entrüstet man sich darüber. Dies sollte zu denken geben, namentlich in einem Augenblick, in dem wiederum die weltpolitischen Händel auf Kosten der deutschen Jugend ausgetragen werden sollen.

Es ist nicht Absicht dieses Buches, ein zweites Nürnberg – mit umgekehrten Vorzeichen – zu fordern; es ist auch nicht seine Absicht, den Schild des deutschen Soldaten reinzuwaschen, denn vor der Geschichte ist dieser nie beschmutzt gewesen. Dagegen ist es Absicht dieses Buches, Anklage gegen alle Selbstgerechtigkeit zu erheben, der Welt darzulegen und unseren Kindern zu überliefern, wer einmal über ihre Väter und deren Volk den Stab gebrochen hat und wer dann durch störrisches Festhalten an Haß und Vergeltungswahn den gemeinsamen Neubeginn hintertrieben hat. Diesen Menschen wird die Welt das Recht absprechen müssen, über deutsche Soldaten und deren Verbündete im Namen der Menschlichkeit zu richten, und die Urteile von Nürnberg und Tokio und Dachau und Ascq und wie alle diese Stätten alliierter Rechtsprechung heißen, werden damit nicht nur vor dem Gewissen des deutschen Volkes – dort waren sie es schon lange – sondern auch vor der Geschichte und der Weltöffentlichkeit null und nichtig.

Außerdem ist es Absicht dieses Buches, die deutsche Alternative zu rechtfertigen, die da lautet: Entweder Wiederaufrollung der Prozesse gegen deutsche Soldaten, diesmal jedoch unter Zusicherung einer einwandfreien Rechtsordnung und unter gleichzeitiger Aufnahme der Prozesse gegen alliierte Kriegsverbrecher, wozu die vorliegende Dokumentensammlung ein durch zahllose weitere Unterlagen zu ergänzender Beitrag sein könnte – oder aber sofortige Niederschlagung schwebender Verfahren und Freilassung (nicht „Begnadigung") aller noch inhaftierten deutschen und

[Seite 8]

verbündeten Soldaten, wobei die möglicherweise vorhandenen kriminellen Fälle den zuständigen Heimatgerichten zu überantworten wären.

Die nachstehend in chronologischer Reihenfolge aufgeführten Tatbestände ergeben sich aus den „Eidesstattlichen Versicherungen“ von Internierten des Lagers 91 Darmstadt. Die neben die tatbestandsmäßige Wiedergabe gesetzte Zahl verweist auf die entsprechende Dokumentennummer. Im amerikanischen Internierungslager Darmstadt, das ursprünglich 24.000, später 18.000 Internierte zählte, hatte sich im Jahre 1946 auf Ersuchen der Nürnberger Verteidigung ein Arbeitsausschuß internierter Juristen gebildet, vor dem im Zeitraum von April bis Juli 1946 etwa 6000 Augenzeugen eidesstattliche Erklärungen abgaben über erlebte Verstöße gegen die Kriegsregeln von Seiten der Alliierten. Dieses Material, das sorgfältig geprüft und in sechsfacher Ausfertigung zusammengestellt wurde, sollte von Hermann Göring in seiner Schlußrede dem IMT in Nürnberg vorgelegt werden. Dazu kam es nicht, da der deutsche Lagerkommandant namens Fischer die Angelegenheit den Amerikanern hinterbrachte, welche die Beschlagnahme und Verbrennung des Materials befahlen. (Fischer wurde später von den Amerikanern als Bürgermeister eingesetzt, dann jedoch an die Polen ausgeliefert und ist seitdem verschollen). Das Original und eine Kopie konnten jedoch rechtzeitig von ausbrechenden Lagerinsassen herausgeschleust und in Westdeutschland verborgen werden.

Es handelt sich bei vorliegendem Material nur um die Ergebnisse eines Lagers, also nur um einen kleinen Ausschnitt dessen, was deutschen Menschen in bewußter Zuwiderhandlung gegen die Kriegsregeln angetan worden ist. Es sind auch die dem Leser manchmal belangloser erscheinenden sogenannten „kleinen“ Vergehen mit aufgeführt, einmal um die Ursprünglichkeit der Dokumentensammlung zu wahren, zum anderen um aufzuzeigen, daß es sich bei den alliierten Vergehen durchaus nicht um einzelne Verirrungen handelte, sondern, daß neben dem Dresden vom Februar 1945 unzählige „kleinere Dresden“ die Methoden der alliierten Kriegführung gegen das Deutsche Volk kennzeichnen.

Die Vergebung ist eine edle Forderung, doch setzt sie Gerechtigkeit und guten Willen auf beiden Seiten voraus. Die Alliierten haben das Wort!

Buenos Aires, im Juni 1953.

Die Herausgeber.

[Seite 9]


Band I.
U. S. A.

[Seite 10]

(Leerseite)

[Seite 11]


VERSTÖSSE GEGEN DIE KRIEGSREGELN
IM ERDKAMPF

1944

Juni

Bei Couches (Frankreich) werden sich ergebende Angehörige einer SS-Einheit aus Schützenwagen weiter beschossen und zum Teil verwundet. (390)

Bei Caen wird ein außerhalb auf einer Farm gelegener Truppenverbandsplatz durch feindliche Artillerie beschossen, obwohl amerikanische Artillerieflieger das als Truppenverbandsplatz gekennzeichnete Gelände seit einer Stunde überfliegen. Es gibt Tote und Verwundete. (278)

August

Im Kessel von Falaise bekämpfen amerikanische Panzer in direktem Beschuß mit Schwerverwundeten besetzte deutsche Sanitätsfahrzeuge. Hinter einem Hügel in Deckung gehende Fahrzeuge werden weiter durch Granatwerfer beschossen. (467)

September

In den Kämpfen bei Chateau-Salins-Cremecz-Mördringen-Bergwintringen-Saarhöhenstellung-Saarlautern-Ensdorf-Saarbrücken verwenden die Amerikaner Explosivmunition. (277)

November

Bei den Kämpfen um Guisingen bei St. Barbara gehen USA-Truppen im Schutze vorgetriebener deutscher Zivilisten vor. (277)

Bei Morvillers treiben die Amerikaner deutsche Kriegsgefangene vor ihren vorgehenden Panzern gegen die deutsche Front vor. (291)

[Seite 12]

Dezember

Auf der Straße Heidolsheim–Schlettstadt wird die gesamte Besatzung einer deutschen vorgeschobenen Stellung von Tieffliegern verwundet und kampfunfähig geschossen. Ein in die Stellung eingedrungener amerikanischer Spähtrupp nimmt den Verwundeten alle Wertsachen ab und verschwindet unter Mitnahme eines Leichtverwundeten. Die zur Bergung eingesetzten Krankenträger werden trotz deutlicher Kennzeichnung mit Granatwerferfeuer belegt, ein Krankenträger wird schwer verwundet. (486)

Bei den Kämpfen um die Zitadelle von Saarlautern schicken USA-Truppen deutsche Kriegsgefangene gegen die deutschen Linien vor und zwingen sie unter Bedrohung mit Maschinenpistolen hinüber zu rufen: „Deutsche Soldaten, Kameraden, ergebt Euch, jeder Widerstand ist zwecklos.“ (277)

Im Raum von Kolmar wird die Turmklappe eines in Brand geschossenen amerikanischen Panzers geöffnet und eine weiße Fahne sichtbar. Beim Herankommen werden 2 deutsche Soldaten mit Handgranaten beworfen. (276)

In Ensdorf/Saargebiet werden 4 deutsche Gefangene nach der Gefangennahme durch Kopfschuß getötet. (277)

Beim Angriff auf den Stadtrand von Ettelbrück/Luxemburg treiben die Amerikaner 50 bis 60 deutsche Gefangene vor sich her. (282)

Bei den Kampfhandlungen um Grand-Menile/Belgien wird ein deutscher Sanitätswagen mit 8 Schwerverwundeten von amerikanischer Pak oder Panzern beschossen. (283)

Während der Eifel-Offensive gerät der Funker Harry Freiboth verwundet in amerikanische Gefangenschaft. Er wird später mit durchschnittener Kehle tot aufgefunden. (482)

1945

Januar

Amerikanische Scharfschützen beschießen bei Rotbach/Elsaß eine durch eine Rote-Kreuz-Flagge gekennzeichnete Sanitätskolonne. Ein Träger wird getötet. Ein Schwerverwundeter muß zurückgelassen werden. Er wird am Abend gleichfalls tot aufgefunden. (288)

[Seite 13]

Kolmar im Elsaß: Deutscher Kriegsgefangener wird zum Tragen von MG-Munition zur Feuerstellung der amerikanischen Truppen gezwungen. (399)

Amerikanische Soldaten nehmen dem bei der Versorgung von Verwundeten gefallenen Truppenarzt Dr. Brill die Rangabzeichen und Auszeichnungen ab. Außerdem schneiden sie ihm den Ringfinger ab um in Besitz seines Ringes zu gelangen. (290)

In der Nähe von Blanche–Fontaine wird Angehöriger der 1. Komp. Korps-Nachr. Abt. 466 von einem angeblich verwundeten amerikanischen Soldaten um Hilfe angerufen. Als er sich niederbeugt, um ihm zu helfen, schießt dieser mit einer Pistole auf ihn und verwundet ihn so schwer, daß er kurz danach stirbt. (482)

Bei Klein-Aachen werden auf die amerikanischen Stellungen mit erhobenen Händen zulaufende verwundete deutsche Soldaten von Amerikanern erschossen. (660)

In Forbach/Lothringen werden mehrere Sanitäter beim Einholen von Verwundeten wiederholt von amerikanischen Truppen beschossen. Mehrere Sanitäter kommen dabei ums Leben. Im gleichen Kampfabschnitt schießen Amerikaner auf in Gefangenschaft geratene deutsche Soldaten. (396)

Westlich Zweibrücken wird ein deutscher Sanitätskraftwagen am hellen Tage aus einer Entfernung von 200 m von amerikanischem Granatwerfer in Brand geschossen. Fahrer und Insassen verbrennen. (280)

März

Im Raum von Zweibrücken treiben die Amerikaner deutsche Gefangene durch Minenfelder als Kugelfang vor sich her. (1654)

In Sandhausen bei Heidelberg vergewaltigen zwei amerikanische Soldaten ein 14jähriges Mädchen. (220)

In Gambach/Kreis Friedberg/Hessen dringt ein amerikanischer Soldat in das Gehöft „Waschmühle“ ein und versucht, die etwa 20jährige Tochter des Besitzers zu vergewaltigen. Der seinem Vorhaben entgegentretende Onkel des Mädchens wird erschossen. (19)

In Lorsch/Hessen wird die Ehefrau Rosenberger von einem amerikanischen Soldaten mißhandelt und vergewaltigt. Auch andere Frauen müssen sich dort wegen Vergewaltigungen durch amerikanische Soldaten in ärztliche Behandlung begeben. (20)

[Seite 14]

In Marburg/Lahn wird die Ehefrau Emde von vier amerikanischen Soldaten nacheinander vergewaltigt. (27)

In Nauheim/Kreis Limburg/Lahn dringen nachts amerikanische Soldaten in das Haus des Bauern Dick ein. Tochter und Ehefrau flüchten in das Nachbarhaus. Der Vater wird mit vorgehaltener Pistole gezwungen, die Tochter zurückzuholen. Diese wird dann vergewaltigt. (423) (424)

In Neesbach/Kreis Limburg/Lahn werden zwei Frauen von amerikanischen Soldaten vergewaltigt. Eine entsprechende Beschwerde des Bürgermeisters beantwortet der amerikanische Kommandant mit dem Bemerken, daß dies auch bei deutschen Soldaten vorgekommen sei. (523)

In Weilburg/Lahn besetzen die Amerikaner das Wohnhaus des Direktors Schüle. Sie verwüsten die Wohnung und entwenden das gesamte Tafelbesteck, Porzellan, Glas, echte chinesische Goldstickereien, Silberwaren und Bronzen. Der im Keller stehende Stahlschrank wird erbrochen. Fotoapparate, Juwelen, Familienschmuck, eine Briefmarkensammlung und Urkunden werden gleichfalls mitgenommen. Aus schweren Koffern, die von Verwandten zur Sicherung vor Fliegerschäden dort untergebracht waren, wird die gesamte Wäsche im Werte von RM 30.000.– geraubt. (3467)

In Boehl/Pfalz werden nach dem Einmarsch amerikanischer Truppen zwei jüngere Frauen, eine davon mehrfach, von amerikanischen Soldaten vergewaltigt. (3470)

Im Abschnitt Obergailbach-Bliesbrücken/Lothringen töten amerikanische Soldaten nach Aufgabe jeglichen Widerstandes eine große Anzahl deutscher Soldaten. Auch Verwundete werden erschossen. (400)

Die Amerikaner beschießen den als Truppenverbandsplatz gekennzeichneten Wasserturm am Bahnhof Buchholz. Nachdem sich die Besatzung ohne Kampf ergeben hat, wird sie ausgeraubt. Ein Sanitäter, der um Rückgabe des ihm geraubten Nierenschutzgürtels bittet, erhält einen Faustschlag ins Gesicht, wobei ihm ein Zahn eingeschlagen wird. (470)

Bei Vörde/Kreis Wesel treiben vorgehende amerikanische Soldaten zwei Eisenbahner als Kugelfang vor sich her. (466)

Im Bereich der Gemeinde Ramstein/Pfalz durchsuchen acht Mann einer Negereinheit das in der Nähe gelegene Forstamt angeblich nach einer geheimen Sendeanlage. Während der Forstmeister mit der

[Seite 15]

Schußwaffe festgehalten und seine Ehefrau in die Küche eingesperrt wird, wird seine 18jährige Tochter gezwungen, zwei Soldaten in den Oberstock des Anwesens zu begleiten. Dort wird die Tochter unter Würgen am Hals und Hieben mit dem Gewehrkolben von den beiden Negern vergewaltigt. Außerdem werden Uhren, Schmuck und sonstige Gegenstände weggenommen. (426)

In Idstein/Taunus wird das mit dem Roten Kreuz gekennzeichnete Krankenhaus beschossen und durch Volltreffer getroffen. (471)

In Breungesheim sperren amerikanische Soldaten den Förster Mack und die Kinder des Försters Spamer in ein Zimmer ein. Danach vergewaltigen sie nacheinander Frau Spamer in der Küche. Frau Spamer wird dabei bewußtlos. Als sie wieder zu sich kommt, wird sie erneut vergewaltigt. (21)

In Panrod/Kreis Untertaunus vergewaltigen amerikanische Soldaten eine 63jährige und eine 35jährige Frau. Sie lassen sich dabei durch die Anwesenheit von Kindern nicht stören. (24)

In Hausen/Kreis Usingen stellen die Amerikaner einem deutschen Gegenangriff gefangene deutsche Soldaten entgegen. Hinter diesem „Schutzwall“ ziehen sich dann die Amerikaner zurück. Ein deutscher Soldat wird dabei verwundet. (275)

Im Raum Frankfurt-Limburg/Lahn werden auf dem freien Felde vor der Brücke liegende deutsche Verwundete trotz Winkens mit weißen Tüchern fortgesetzt von amerikanischen Truppen beschossen. Nach der Einnahme der Autobahnbrücke wird festgestellt, daß die Verwundeten von unzähligen Schüssen durchsiebt sind. (292)

In Eschenrod/Kreis Büdingen vergewaltigen amerikanische Soldaten zwei Frauen, davon eine viermal hintereinander. (228)

April

Auf der Straße Papiermühle-Bellberg bei Hermsdorf/Thür. beschießt ein amerikanischer Panzer zwei Schülerinnen, deren eine verwundet wird. (9)

In Rothenburg/Fulda tragen drei Frauen gesundheitliche Schädigungen infolge von Vergewaltigungen durch amerikanische Soldaten davon. (250)

[Seite 16]

Drei amerikanische Soldaten vergewaltigen in Greifenstein nach einander Frau S. Durch Bedrohung mit der Maschinenpistole werden ihre Eltern gehindert, ihrer um Hilfe rufenden Tochter beizustehen. (210)

Die zwei Einwohner von W. P. und O. B. von Scherfeld/Kreis Osterode/Harz werden von amerikanischen Soldaten gefangengenommen, fortgeführt und erschossen. (6)

Der Verwalter W. des Rittergutes Kunnersdorf, Lehrwirtschaft der Universität Leipzig erhebt bei den zuständigen amerikanischen Kommandanten von Borsdorf Einspruch dagegen, daß täglich von amerikanischen Soldaten Vieh weggeholt wird. Der Kommandant sagt Unterstützung zu. Tags darauf wird W. von amerikanischen Soldaten aus der Wohnung geholt, weggeführt und erschossen. (7)

In Naumburg/Saale versucht ein amerikanischer Soldat die 15jährige A. in Gegenwart ihrer Mutter zu vergewaltigen. Auf Flehen der Mutter steht er davon ab unter der Bedingung, daß die Mutter sich ihm hingibt. Diese muß es tun, um ihr Kind zu retten. (14)

Vier oder fünf amerikanische Soldaten vergewaltigen in Bad Soden-Allendorf die beiden Töchter des Fabrikanten L. in Gegenwart ihrer Mutter. (62)

Der Pflanzenzüchter M. in Legefeld bei Weimar wird von einem amerikanischen Unteroffizier und einem wegen Diebstahls entlassenen Polen zur Abgabe einer Pistole aufgefordert und auf die Erklärung hin, daß er alle Waffen abgegeben habe, in Gegenwart seiner Kinder von dem Unteroffizier mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen und derart gegen den Leib getreten, daß er das Bewußtsein verliert. Bei der anschließenden wiederholten Durchsuchung der Wohnung werden Möbel, Koffer usw. mutwillig beschädigt und alle Wertsachen geraubt. (3824)

Die wertvolle Porzellansammlung des Direktors Dr. H. S., bestehend aus Alt-Höchst, Ludwigsburg, Frankenthal, Meißen, Sevres, russ. Porzellan (Elisabeth) mit Prachtstück 10 Janitscharen, Höchst-Melchior, wird von dem Supply-Offizier des amerikanischen Hauptquartiers, einem Major, von Eltville, wo sich die Sammlung aus Luftschutzgründen befindet, zum Hauptquartier Frankfurt/Main gebracht. Trotz Bitten des Eigentümers um Rückgabe werden insbesondere die wertvollen Janitscharen-Figuren verpackt und versandt. (522)

[Seite 17]

Zwei junge Mädchen in Stammheim/Kreis Friedberg werden von über zwanzig Negern vergewaltigt. (747)

Mehrere amerikanische Soldaten dringen in Niederkaufungen nachts gewaltsam in das Haus des Bauern J. B. ein und verlangen Schnaps. Als ihnen erklärt wird, daß kein Schnaps vorhanden sei, mißhandeln sie den 75jährigen Bauern, seine Schwiegertochter und einen 16jährigen Jungen, während eine anwesende alte Frau einen Nervenschock erleidet. Als B. auch dann keinen Schnaps geben kann, hängen ihn die Soldaten auf dem Boden seines Hauses auf. Nur die Tatsache, daß kurz darauf der Strick reißt, rettet ihm das Leben. (373)

In Eschenstruth werden zwei Frauen von Negern gezwungen, sich völlig zu entkleiden. Die Neger schärfen lange Messer, dann müssen sich die Frauen an die Wand stellen und die Neger werfen die Messer neben ihren Körper in die Wand. Dann werden die Frauen mehrfach vergewaltigt. (373)

In Schwarzbach/Kreis Hünfeld vertreibt ein amerikanischer Offizier durch Pistolenschüsse den Besitzer K. F. aus seinem Haus und vergewaltigt eine evakuierte Soldatenfrau unter Bedrohung mit Erschießen. Amerikanische Soldaten plündern inzwischen im Dorf. (45)

In Oberhausen/Oberlahnkreis werden den beiden Töchtern der Witwe D. die Kleider von zwei betrunkenen amerikanischen Soldaten vom Leibe gerissen und die beiden sodann vergewaltigt. (205)

Zwei amerikanische Soldaten, angeblich ein Captain und ein Arzt, einer amerikanischen Panzereinheit sperren in Schiffenberg bei Gießen den Ehemann unter Bedrohung mit der Pistole in den Schlafraum und vergewaltigen dessen Frau. (249)

In Schaafheim vergewaltigen zwei amerikanische Soldaten Frau E. T. Ferner wird die 18jährige Tochter durch mehrere amerikanische Soldaten vergewaltigt und der Vater durch Bedrohung mit der Pistole daran gehindert seiner Tochter zu Hilfe zu kommen. (247)

Die 20jährige E. R. in Bad Köstritz, Mutter eines kleinen Kindes, wird von einem amerikanischen Soldaten, der sie vergewaltigen will und dem sie Widerstand leistet, durch Kopfschuß getötet, ihre Mutter verletzt.

[Seite 18]

Eine andere Frau wird durch einen amerikanischen Soldaten vergewaltigt. Drei amerikanische Soldaten vergewaltigen eine Flüchtlingsfrau, welche nackt aus dem Fenster springt, um sich vor weiteren Vergewaltigungen zu retten. (3809)

Bei einem Angriff amerikanischer Panzer auf das Dorf Berge bei Lippstadt werden zwei Gruppen deutscher Kriegsgefangener als Kugelfang vor den amerikanischen Panzern hergetrieben. (284)

Drei Frauen werden in Altenburg/Thür. durch amerikanische Soldaten vergewaltigt, darunter eine in Anwesenheit ihrer Kinder. (491)

Zwei Frauen werden in der Nähe von Herborn von einem Neger vergewaltigt. (425)

Vier bis fünf amerikanische Negersoldaten vergewaltigen in Bieber/ Kreis Wetzlar die 15jährige H. S., schlagen ihre, sie schützende Mutter nieder und bedrohen den Vater mit der Waffe. Im gleichen Ort wird eine weitere Frau vergewaltigt. (412)

In Kulmbach/Bayern verschaffen sich amerikanische Soldaten gewaltsam Einlaß in die Häuser, schlagen Türen und Fenster ein und machen Jagd auf Frauen und Mädchen. Die 21 jährige Tochter einer Essener Flüchtlingsfamilie wird vergewaltigt. (372)

In Grafenau/Bayerischer Wald wird die Gasthofstochter B. von einem betrunkenen amerikanischen Soldaten vergewaltigt, während ein anderer sie mit der Pistole gefügig macht. (524)

In Heiligenroda/Landkreis Kassel wird der Einwohner G. M. unter grundlosen Beschuldigungen auf amerikanische Wehrmachtsangehörige geschossen zu haben, von amerikanischen Soldaten festgenommen und ins Feld geführt. Dort fordern sie ihn auf zu laufen und erschießen ihn von hinten in Gegenwart seines 15jährigen Jungen. Ebenso wird unter der gleichen Beschuldigung der Einwohner R. H. durch zwei amerikanische Soldaten in Begleitung mehrerer Ausländer aus der Wohnung geholt, ins Feld gefahren und dort erschossen. (208)

Der Ort Lippoldsberg/Weser, der den amerikanischen Truppen ohne Widerstand übergeben wird, wird trotzdem von diesen geplündert. In zahlreichen Fällen werden Frauen und Mädchen vergewaltigt. (15)

Eine Reihe von Frauen und Mädchen muß sich in Homburg/Bez. Kassel wegen Vergewaltigung durch amerikanische Soldaten in ärztliche Behandlung begeben. (25)

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In Wesleben wird eine bei dem Landwirt A. S. beschäftigte polnische Arbeiterin von mehreren amerikanischen Soldaten vergewaltigt und ihr Arbeitgeber durch Bedrohung mit der Pistole in Schach gehalten. (26)

In Hünfeld dringen schwarze amerikanische Soldaten in die Brückenmühle ein und vergewaltigen zwei Frauen. Eine im Gasthof „Frankfurter Hof“ wohnhafte Evakuierte wird im Beisein ihrer zwei Kinder ebenfalls von Negern vergewaltigt. (23)

Im Kocherabschnitt bei Heilbronn schießen die amerikanischen Truppen mit Phosphorgranaten und Infanterie-Explosiv-Geschossen. Zwei Angehörige der Waffen-SS werden von amerikanischen Soldaten aus ihren Deckungslöchern herausgeholt, mit erhobenen Händen in eine Mulde geführt und dort erschossen. (661)

Bei Paderborn wird ein mit Roten-Kreuz-Brusttuch und Armbinde gekennzeichneter deutscher Soldat durch Schläge und einen Schuß in den Arm gezwungen, während der Kampfhandlungen vor einem amerikanischen Pkw herzugehen. (3830)

Drei amerikanische Soldaten dringen gewaltsam in das Haus des Bürgermeisters B. in Helmershausen ein. Während ein Soldat den dort anwesenden Reichsbahnobersekretär H. einer Leibesvisitation unterzieht und ihn in Schach hält, vergewaltigt ein anderer Soldat die älteste Tochter des H. Der dritte Soldat versucht – allerdings erfolglos – die Ehefrau des H. zu vergewaltigen. (219)

Der Reichsbahnobersekretär H. aus Helmershausen erhält bei seiner Verhaftung am 5.4.1945 durch einen amerikanischen Soldaten (Neger) einen Messerstich ins rechte Bein. (219)

Deutsche Soldaten, die sich ohne Waffen und mit erhobenen Händen in Silges/Kreis Hünfeld amerikanischen Panzern nähern, um sich zu ergeben, werden durch deren Maschinengewehrfeuer niedergeschossen. Am Straßenrand liegende deutsche Verwundete werden aus nächster Nähe erschossen. (293)

Amerikanische Soldaten ergreifen in Mackenzell die 16jährige U. M., die sich auf dem Heimweg von der Arbeitsstelle zur Wohnung befindet, zerren sie in einen Kraftwagen, fahren zu einer außerhalb des Ortes liegenden Gartenanlage, zwingen sie unter Bedrohung mit der Pistole

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zum Entkleiden und vergewaltigen sie sechsmal. U. M. liegt an den Folgen der Schändung sechs bis acht Wochen krank zu Bett. (420)

Bei Blauberg in der Nähe von Büdingen werden deutsche Soldaten, die sich ohne Waffen mit erhobenen Händen den amerikanischen Linien nähern, beschossen. (469)

Amerikanische Soldaten tragen in Kassel die in der Stadt entwendeten Wertsachen, wie Uhren, Ringe (auch Eheringe) Schmucksachen, Geldbörsen, Bargeld usw. zusammen und begutachten sie in einem Hause in der Fünffensterstraße. Das Brauchbare wird mitgenommen und das Unbrauchbare vernichtet. (992)

In Frankreich bei Chateaux-de la Herciot wird ein verwundeter deutscher Soldat von einer amerikanischen Panzerbesatzung herangewunken. Als er sich mit erhobenen Händen dem Panzer nähert, wird er erschossen. (287)

Bei Bad Soden werden ein SS-Hauptsturmführer, ein SS-Unterscharführer und acht SS-Angehörige schlafend von einer amerikanischen Einheit überrascht und aus naher Entfernung unter Feuer genommen. Nachdem zwei Mann gefallen, fünf andere verwundet sind, werden die übrigen gefangen genommen. Sie werden bei dem Abtransport geschlagen, getreten, restlos ausgeplündert und mit Kolbenstößen zur Sammelstelle getrieben. (281)

Dem Kinobesitzer G. in Eschwege wird aus seiner Aktentasche ein Umschlag mit 3.000.– Reichsmark von amerikanischen Soldaten entwendet. Die sofortige Reklamation des G. wird von dem amerikanischen Leutnant mit dem Bemerken zurückgewiesen: „Amerikanische Truppen stehlen nicht.“ (344)

Eine amerikanische Patrouille in Stärke von fünf Mann dringt abends gegen 10 Uhr in Gersfeld in das Haus Stättner Nr. 9 ein, treibt die Ehefrau und vier Kinder im Alter von 3-14 1/2 Jahren in einer Ecke des Zimmers zusammen, erbricht im Keller das Luftschutzgepäck und entwendet alten wertvollen Familienschmuck. Nach einem ausgiebigen Zechgelage im Keller versuchen die Soldaten, im angetrunkenen Zustand die 14 1/2jährige Tochter zu belästigen. Diese muß von der Mutter in Sicherheit gebracht werden. (3818)

Ein Zug (ca. 60 Mann) amerikanischer Soldaten, der sich der Ortschaft Raunungen bei Bad Kissingen nähert, führt in seiner vorderen Reihe zwei deutsche Soldaten mit. Das hat zur Folge, daß das die Dorfstraße sichernde MG Schießverbot erhält und zurückgenommen werden muß. (465)

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Auf Frankenhausen/Kyffhäuser vorgehende amerikanische Panzer führen kriegsgefangene SS-Angehörige auf ihrer Vorderseite als Kugelfang mit. (398)

Bei Unna/Westfalen wird ein Bauer, der sich mit Hilfskräften und einem Pferdegespann bei der Feldbestellung befindet, von einer amerikanischen Batterie, deren Feuer durch ein Beobachtungsflugzeug geleitet wird, beschossen. Der Bauer, seine Hilfskräfte und die Pferde werden durch drei aufeinanderfolgende Salven getötet. Ein militärisches Ziel befindet sich nicht in der Nähe. (12)

An der Straßenkreuzung Zeilsheim-Hofheim-Unterliederbach schießt ein amerikanischer Soldat (Neger) mit einem Karabiner auf die auf dem Felde arbeitenden Bauern. (3468)

In Kahlwinkel/Kreis Eckartsberga plündern amerikanische Soldaten nachts in einem Geschäft und der dazugehörigen Wohnung sämtliche Wertsachen. Türen, Möbel, Lampen usw. werden demoliert, Lebensmittel durch Übergießen mit Salzsäure ungenießbar gemacht. (993)

In Sachsendorf/Kreis Hildburghausen wird Frau I. Z. von einem amerikanischen Soldaten vergewaltigt. (3827)

Frau B. in Königslutter a. Elbe wird von einem amerikanischen Negersoldaten vergewaltigt. Im Rathaus der Stadt wird der Geldschrank aufgesprengt und ein Betrag von RM 20.000.– entnommen. (494)

Von durchziehenden amerikanischen Truppen werden in Tautenhein/ Kreis Borna/Sa. wiederholt die Häuser durchsucht und dabei wertvolle Gegenstände mitgenommen. In der Landbank Tautenhein e. G. m. b. H. wird aus dem Kassenschrank der Barbestand von RM 7.500.– von einem amerikanischen Soldaten weggenommen. Der dagegen protestierende und wenigstens eine Quittung verlangende Geschäftsführer wird mit der Waffe bedroht. Dem amerikanischen Kommandanten wird der Vorfall angezeigt. (3452)

In Ponit/Kreis Altenburg/Thür. werden Ortsgruppenleiter B., Bürgermeister K. und Getreidehändler K. durch einen amerikanischen Soldaten in Begleitung von zwei ehemaligen serbischen Kriegsgefangenen auf deren Denunziation verhaftet und von den beiden Serben in Gegenwart des amerikanischen Soldaten erschossen. (11)

Drei amerikanische Soldaten verlangen in der Gastwirtschaft N. in Lössen/Kreis Schleiz die Herausgabe von Waffen. Als der Wirt die Jagdwaffen des Jagdpächters zeigt, schlagen ihn die Soldaten ohne jeden Grund nieder, reißen ihn hoch und schlagen ihn wieder

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zusammen. Bei der weiteren Befragung wird ihm die Pistole auf die Brust gesetzt. Bei jeder Verneinung einer Frage erhält der Wirt einen Schlag vor den Hals, bis er zusammenbricht. Sein Gesicht ist geschwollen und blutunterlaufen. Der über 70 Jahre alte anwesende Bürgermeister erregt sich über die Vorgänge derart, daß er sich einige Stunden später erhängt. (376)

Zwei amerikanische Soldaten versuchen in Lausen/Prov. Sachsen die 26jährige H. zu vergewaltigen. Diese zieht ihre kleine 8jährige Schwester schützend an sich, worauf der eine der Soldaten sein Gewehr entsichert und das Mädchen im Weigerungsfalle mit Erschießen bedroht. Erst als trotzdem das Mädchen sich mit der weinenden Schwester auf dem Arm an die Wand stellt und ihr Schicksal erwartet, lassen die Soldaten von ihr ab und verlassen unter Mitnahme einer goldenen Uhr die Wohnung. (636)

Der Waffen-SS-Angehörige K., der zur Ausheilung eines Lungensteckschusses in einem Erfurter Lazarett liegt, begibt sich in Begleitung einer Roten-Kreuz-Schwester zur Gefangenen-Sammelstelle und wird unterwegs von einem Soldaten durch Genickschuß getötet. (3807)

Zwei Frauen, die bei Elbenrod/Kreis Alsfeld von zwei amerikanischen Negersoldaten belästigt werden, wollen mit ihren kleinen Kindern weglaufen und werden durch Schüsse schwer verletzt, eine der Frauen tödlich. (248)

Ein 74jähriger Mann in Zwenkau wird ohne Grund in seinem Hause von amerikanischen Soldaten durch Faustschläge blutig geschlagen und eine halbe Stunde später auf der Straße zu Boden geschlagen, sodaß er auf einem Handwagen weggebracht werden muß. (3822)

Der Ort Hedersleben wird von 1200 amerikanischen Soldaten belegt. Nach dem Abzug der Truppen werden in dem Hause des Kaufmanns H. Wohnungen und Laden in verwüstetem Zustand vorgefunden, alle Konserven geöffnet und verdorben, Wein ausgetrunken, Gläser und Porzellan zerschlagen, die Waren durcheinander geworfen und mit Marmelade und Flüssigkeiten übergossen. Acht Zentner Zucker und vieles andere fehlen. Stühle sind zerhackt, Wäsche und Kleider zerrissen, ebenso Familienbilder und Andenken. Die Betten sind vollkommen verdreckt. Zwei englische Soldaten, die mit vielen anderen die Räume besichtigen, gehen kopfschüttelnd davon. (3813)

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Zwei zur Bergung eines Verwundeten bei Friedrichsbrunn eingesetzte Sanitäter werden von Amerikanern beschossen, einer der beiden Sanitäter fällt durch Brustschuß. (397)

In Rackwitz bei Leipzig wird der Betriebsleiter E. N. von zwei amerikanischen Soldaten unter Mißhandlungen weggeschafft und durch Genickschuß erschossen. (10)

Ein amerikanischer Soldat vergewaltigt in Schulpforta Kreis Weißenfels unter Bedrohung mit der Pistole die Wirtschaftsleiterin J. S. Anzeige beim amerikanischen Offizier wird erstattet. (637)

In Altenburg/Thür. mißhandeln zwei amerikanische Soldaten einen Zivilisten so schwer, daß er blutüberströmt zusammenbricht. Der Soldat stampft dann mit den Schuhen auf dem Kopf des Wehrlosen herum, bis dieser kein Lebenszeichen mehr von sich gibt. Die Soldaten werfen dann den Körper quer über den Kühler ihres Wagens und fahren davon. (632)

Ingenieur G. in Altbach/Wttb. wird am hellen Tage auf einem Waldweg von zwei amerikanischen Soldaten ohne Grund und Warnung angeschossen. Infolge Kopfdurchschuß und Kopfsteckschuß ist das linke Auge erblindet. Danach plündern die Soldaten noch das Gepäck des Verletzten. (525)

Frau R. in Fronberg wird von einem amerikanischen Soldaten unter Bedrohung mit der Pistole vergewaltigt. (631)

Amerikanische Soldaten dringen in Lingenhofen Kreis Würtingen in Häuser ein, sperren die Hausbewohner in die Keller und rauben Geld, Uhren, Schmuck, Wäsche und anderes. (3464)

Der Graveur H. R. in Heidenheim/Brenz wird von sechs amerikanischen Soldaten verhört, während diese ihre Maschinenpistolen auf ihn anlegen. Nach einer Weile setzen sie ab, lachen ihn aus und spucken ihn an. Dieses Bedrohen mit Erschießen wird stundenlang fortgesetzt bis ein russischer Kriegsgefangener den Amerikanern sagt, daß er die Russen gut behandelt habe. Er wird daraufhin entlassen. Zu Hause erleidet er einen Nervenzusammenbruch und muß mehrere Wochen das Bett hüten. (987)

In Hauktshöhe bei Burglenfeld dringen zwei farbige Soldaten mit vorgehaltenem Gewehr in das Haus des Landwirts J. W. ein. Ein Neger zerrt die eine Tochter aus der Küche in das Schlafzimmer und will sie dort vergewaltigen. Plötzlich fällt ein Schuß, das Mädchen stürzt

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laut schreiend in die Küche und bricht dort blutüberströmt zusammen. Durch den Schuß wird der andere Neger dabei gestört, die zweite Tochter zu vergewaltigen. (13)

Die ersten in Ingolstadt einrückenden amerikanischen Infanterie-Patrouillen zwingen zehn Offiziere und ca. 25 Soldaten des Verpflegungsamtes, vor ihnen her als Kugelfang den Weg zur Donaubrücke zu zeigen. (289)

Frau M. W. in Ambusch wird von einem amerikanischen Soldaten vergewaltigt. (472)

Zwei amerikanische Soldaten versuchen in Selb Frau G. zu vergewaltigen während ihr Ehemann mit der Pistole bedroht wird. Auf den hinzukommenden Studienrat G. geben sie zwei Schüsse ab. Erst andere herbeigerufene amerikanische Soldaten verhindern die Vergewaltigung. (630)

In Eging durchsuchen zwei amerikanische Soldaten das Bahnhofsbüro und die dortigen Bediensteten, nehmen alle Uhren und Ringe ab, erbrechen Türen und entnehmen Wertsachen, Geld und Fotoapparate. (3806)

In Eidsberg vergewaltigen drei amerikanische Soldaten die 60jährige Frau S. und deren Tochter. (421)

In Rechbachwerk/Bayer. Wald vergewaltigen drei amerikanische Negersoldaten gemeinsam die 19-jährige Z. (18)

In Postbauer versucht ein Neger die im Bett liegende lungenkranke Tochter des Postagenten F. zu vergewaltigen. Auf das Schreien des Mädchens hinzukommende Personen verhindern dies. Derselbe Neger plündert den Kassenschrank der Postagentur und nimmt neben dem Bargeld Uhren und Schmuckgegenstände mit. (17)

In Landsberg/Lech müssen nach dem Einmarsch der Amerikaner die Wohnungen binnen zehn Minuten geräumt werden und werden nach dem Abzug der Truppen in zerstörtem und geplündertem Zustand vorgefunden. (Matratzen aufgeschnitten, Lautsprecher, Porzellan und Geschirr zerschlagen, Möbel aus dem Fenster auf die Straße geworfen, Schuhe, Schmuck, Uhren und andere Wertsachen geplündert.) Ein Neger versucht F. E. und ein anderes Mädchen zu vergewaltigen, wird aber durch Hinzukommen eines Vorgesetzten daran gehindert. (473)

Zahlreiche Frauen und Mädchen werden in Remlingen /Mainfranken durch farbige Angehörige der amerikanischen Besatzungsarmee (Arbeitskommando für Straßenreparatur) vergewaltigt. Die 16-jährige Tochter des Landwirts H. T. wird am hellen Tage auf freiem Feld in

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Gegenwart ihres Vaters, der mit dem Gewehr in Schach gehalten wird, von drei Negern vergewaltigt und muß längere Zeit in ärztliche Behandlung. Etwa 30 weitere ähnliche Fälle werden im Dorf gemeldet, ferner die Plünderung und Wegnahme der Wertsachen. (16)

Amerikanische Soldaten entwenden aus dem Hause des Bürgermeisters in Baltmannsweiler/Wttbg. nach gründlicher Durchsuchung eine wertvolle Briefmarkensammlung, mehrere goldene Uhren, einen Brillantring, zwei Fotoapparate, einen Feldstecher, Wäsche und andere wertvolle Gegenstände. Der Gesamtschaden beträgt ca. 25.000.– Reichsmark. (3823)

Amerikanische Soldaten vergewaltigen in Neuhof Kr. Blankenburg/Harz eine im vierten Monat schwangere Flüchtlingsfrau. Der Ehemann wird für die Dauer der Vergewaltigung verhaftet. (496)

Amerikanische Soldaten vergewaltigen in Neuhof Kr. Blankenburg/Harz eine im Gasthaus „Braunschweiger Hof“ wohnende Frau aus Düsseldorf. (469)

In Hünfeld überfallen amerikanische Negersoldaten ein Mädchen, das mit seinem Bräutigam, einem Niederländer, spazieren geht. Als dieser seine Braut schützen will, wird er durch Schüsse so verletzt, daß er am nächsten Tage stirbt. Das Mädchen wird am Arm verletzt.

Amerikanische Negersoldaten vergewaltigen mehrfach hintereinander eine Frau in Gegenwart ihrer Kinder, während der Ehemann mit der Waffe bedroht wird. Auch eine Postbeamtin wird von ihnen vergewaltigt. (92)

In Bernsburg/Oberhessen wird der Hof des Bauern Jakob von amerikanischen Soldaten zusammen mit Polen dreimal überfallen. Motorradteile, Bereifungen, vier Schweine, Wurst und Fleischwaren, Vorräte an Wein und Branntwein sowie Bekleidungsstücke werden hierbei entwendet. Bei dem letzten Überfall belästigen zwei völlig betrunkene Neger die Bäuerin in gemeiner Weise und schießen mutwillig mit Maschinenpistolen im Wohnzimmer umher. (3466)

Zwei amerikanische Soldaten vergewaltigen in Güssefeld/Kreis Salzwedel den weiblichen Lehrling des Bauern W. S. auf dem Kornboden unter Bedrohung mit der Pistole. (3451)

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Ende August 1945 schaffen amerikanische Soldaten aus der Wohnung Brömmers das Schlafzimmer, mehrere Teppiche, Bettvorleger, Tischlampen und Fenstergardinen fort.

Mitte September 1945 wird auch noch der Radioapparat von amerikanischen Soldaten abgeholt. (3453)

Der ehemalige Ortsbauernführer J. G. von Kerspenhausen Kreis Herzfeld wird in Gegenwart seiner Ehefrau und seiner 13-jährigen Tochter gegen 23 Uhr von amerikanischen Soldaten zu Boden geschlagen und mit Füßen getreten. (3803)

Mai

In Pferchenheid an der tschechischen Grenze werden deutsche Zivilisten, unter ihnen der Prokurist einer Hamburger Firma, von amerikanischen Soldaten mit langen dicken Stöcken mißhandelt. Als sich ein Zivilist durch Weglaufen den Mißhandlungen zu entziehen sucht, wird er erschossen. Die amerikanischen Soldaten freuten sich darüber. (221)

Amerikanische Soldaten geben am Tage nach der Besetzung die Bahnhofskantine in Engelshof bei Leipzig, die Wohnung des Bahnhofwirts sowie der verschiedenen Bahnbeamten und das Bahnhofsdienstgebäude zur Plünderung durch Polen und Russen frei. Diese rauben alle Räume vom Keller bis zum Boden aus. (2820)

Bei dem praktischen Arzt Dr. L. F. in Teutschental erscheinen ungefähr 15 bis 20 Frauen und Mädchen zur Untersuchung, die von amerikanischen Soldaten geschlagen und vergewaltigt worden sind. (3454)

In Ulm finden zahlreiche Vergewaltigungen durch farbige Angehörige der amerikanischen Armee statt. Ein Bäckermeister, der seiner Tochter zu Hilfe kommen will, wird erschossen. (3817)

Zwei oder drei amerikanische Soldaten und ein ehemaliger serbischer Kriegsgefangener dringen in den Pfarrhof in Taufkirchen bei Eggenfelden/Niederbayern ein und fordern von dem Pfarrer Wein. Als dieser erklärt, er habe in dem Pfarrhause keinen Wein, drängen sie ihn zur Kirche und zwingen ihn unter ständiger Bedrohung mit der Waffe, den für den Gottesdienst bestimmten Meßwein herauszugeben. (492)

Französische Truppen der amerikanischen Armee durchsuchen sämtliche Privathäuser in Schönau Bez. Berchtesgaden. Das Haus des W. W.

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wird zwölfmal durchsucht. Dabei werden die anwesenden Hausbewohner mit der Waffe bedroht. Außer Wertsachen werden Anzüge, Leib-und Bettwäsche in Koffern weggeschleppt. (3810)

Amerikanische Soldaten (Neger) durchsuchen das Haus des Landwirts P. E. in Röhlingen/Krs. Ahlen/Wttbg. und entwenden die Wertsachen. Sie vernichten oder verbrennen Bettwäsche und andere Gegenstände und schießen auf den Besitzer des Hauses, als dieser die restlichen drei Hühner von 38 Stück zu retten versucht.

In der Nacht wird das auf dem Hof beschäftigte Polenmädchen von einem Negersoldaten vergewaltigt. Die übrigen Anwesenden werden mit Gewehren in Schach gehalten. Die Soldaten verlangen von dem Bauern, daß er vier Mädchen aus dem Dorf heranholt. Sie bedrohen ihn dabei mit der Pistole und mißhandeln seinen Bruder.

Auch in den Nachbargemeinden werden Frauen und Mädchen vergewaltigt. In Eppental wird die 20-jährige K. von einem amerikanischen Soldaten angeschossen, als sie sich durch Flucht vor seiner Vergewaltigung zu entziehen sucht. Als Frl. K. und eine evakuierte Frau aus Duisburg sich in ein Haus hineinretten, sprengt der sie verfolgende amerikanische Soldat mit einer Handgranate die Tür auf und vergewaltigt dann die Frauen.

Die Uebergriffe nehmen einen derartigen Umfang an, daß der Ortspfarrer fast täglich Vorstellungen beim amerikanischen Kommandanten erhebt. (526)

Vier deutsche Soldaten, die sich in der Nähe von Moosburg a. d. Isar unbewaffnet und mit erhobenen Händen einer auftauchenden amerikanischen Panzerspitze nähern, werden aus einer Entfernung von etwa 50 m mit Maschinengewehren zusammengeschossen. (279)

Zwei Stabshelferinnen der Luftwaffe werden in Salzmannskirchen bei Erding von zwei amerikanischen Soldaten vergewaltigt. (211)

In Stixe Kreis Bitter/Meckl. müssen sich ungefähr 500 Personen, darunter viele Frauen und Kinder, auf einer Wiese versammeln. Dort werden ihnen von amerikanischen Soldaten nach gründlicher Durchsuchung alle Wertsachen abgenommen. Sie müssen zwei Tage und zwei Nächte ohne Obdach und Verpflegung auf der Wiese bleiben. (3801)

Der Bürgermeister und Ortsgruppenleiter von Palling/Obb. wird von amerikanischen Soldaten mißhandelt, im Kraftwagen fortgeschafft und am Dorfausgang erschossen. (8)

in Innsbruck/Inn erschießt ein amerikanischer Soldat im Gasthaus Hentschel grundlos einen französischen Zivilisten. (924)

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Amerikanische Soldaten entwenden aus dem Geschäft des Fotografen K., Maxglanerhauptstr. 236 in Salzburg sämtliche Filme, Apparate, Objektive und sonstiges Fotomaterial; aus seinem Privathaus wird ein Barbetrag von RM. 300.– nach Aufbrechen sämtlicher Behältnisse fortgenommen. K. erhält Schläge ins Gesicht. (3819)

In Busdahl dringen amerikanische Soldaten in ein Haus ein, zerschlagen Einrichtungsgegenstände und zerschneiden Matratzen und Bettwäsche. Frauen und Kinder werden in den Keller eingesperrt. Bei Anbruch der Dunkelheit vergewaltigen angetrunkene amerikanische Soldaten das Hausmädchen und eine etwa 40-jährige Frau. (493)

In Linz/Donau zerren amerikanische Soldaten ein 17-jähriges ungarisches Flüchtlingsmädchen in das Führerhaus eines Lkw und vergewaltigen es. Einem Zivilisten, der sich dagegen wendet, werden fünf oder sechs Zähne eingeschlagen. (521)

In Bad Wiessee wird der A. N. von amerikanischen Soldaten angehalten und ihm seine Uhr abgenommen. Als er gegen die Abgabe seines Eheringes Einspruch erhebt, wird er zu Boden geschlagen. Nach Wiedererlangung der Besinnung fehlen ihm Ehering, Brieftasche, Füllhalter und Bleistift. Seine Beschwerde wird von einem amerikanischen Offizier zurückgewiesen. (3812)

Bei der Durchsuchung des Hauses Haselhuhn in Bad Elster entwenden amerikanische Soldaten eine Reisetasche mit RM. 1800.–. Auf den Protest legt einer der Soldaten die MPi auf den Inhaber B. an und erklärt: „Es ist Krieg.“ (989)

Amerikanische Soldaten vergewaltigen Frau P. M. in Görbitz Haus Nr. 1. Durch Bedrohung mit der Pistole wird sie am Schreien gehindert. (3828)

Fünf amerikanische Soldaten erzwingen durch Bedrohen mit Pistolen auf dem Grundstück des M. S. die Herausgabe von Silber, Radioapparaten, Uhren und Ringen in Zscherben/Kreis Saale. (986)

K. B. aus Nidda, Schillerstraße 4 wird abends von vier amerikanischen Soldaten aus seiner Wohnung abgeholt und in den etwa 20 Minuten entfernten Harbwald gefahren. Er wird dort mit einer Reitpeitsche geschlagen und mit Füßen getreten, so daß drei Rippen gebrochen, Rücken und Beine verletzt sind. B. muß einige Wochen zu Bett liegen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. (3802)

In der Nähe von Weißig bei Gera wird der stellv. Kreisführer des Deutschen Roten Kreuzes und Hilfsarzt des DRK, der sich mit seinem Motorrad, das durch eine Rot-Kreuzflagge gekennzeichnet ist, auf der Fahrt

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zu einer schwerkranken Frau befindet, von amerikanischen Soldaten angehalten. Trotzdem er an den Rot-Kreuzarmbinden als Arzt erkennbar ist, werden ihm trotz Protest Motorrad und Armbanduhr weggenommen, er wird mit Soldaten nach Saarau gefahren, wo es ihm erst nach entschiedener Vorstellung bei einem amerikanischen Offizier gelingt, frei zu kommen. (968)

Russische Mädchen, die amerikanische Offiziere bedienen, schaffen mit deren Genehmigung aus einem Hause in Pfronten-Ried Koffer mit Wäsche und Kleidungsstücken fort. Amerikanische Offiziere erwidern auf Einspruch, daß deutsche Soldaten in Rußland dasselbe getan hätten. (3423)

In Bad Wildungen wird ein 17-jähriges Mädchen, das an einem Lazarett vorbeigeht, von einem amerikanischen Wachtposten ohne Veranlassung mit einem Gewehr durch den Hals geschossen und schwer verletzt. (206)

In Stiege/Harz wird die Ehefrau des Journalisten H. F. von amerikanischen Soldaten unter dem Vorwand verhaftet, daß sie ihren Ehemann verborgen halte. Der Ehemann ist indessen schon am 18.5. in Wesermünde verhaftet worden. Obwohl Frau F. Mutter von drei Kindern ist (fünf Monate, vier und sieben Jahre), wird sie erst nach drei einhalb Monaten Haft freigelassen. (3450)

Dem Bürgermeister a. D. H. K. aus Stendal werden in Harzgerode von einem amerikanischen Leutnant und einem Sergeanten zwei Koffer und ein Rucksack mit Bekleidung, Wäsche, ein Sparbuch über RM. 950.– Bargeld in Höhe von RM. 800.– sowie sämtliche Papiere abgenommen. Auf seine Bitte um eine Quittung erhält er die Antwort: „Deutsche Schweine haben nichts zu verlangen.“ (311)

Amerikanische Soldaten zerstören in Weimar im Quartier Fotos durch Ausstechen der Augen, Nasen und Ohren. Sie entwenden u.a. Matratzen, Kopfkissen, Oberbetten und Steppdecken.

Bei dem Kunstmaler G. Arnold, Böcklinstraße werden wertvolle Gemälde durch Messerstiche zerstört und Klubmöbel zerschnitten. (3804)

Fünf amerikanische Soldaten dringen in ein nur von Frauen bewohntes Haus in Heringen/Krs. Limburg ein und vergewaltigen die Frau T. B. derart, daß sie anschließend ins Krankenhaus überführt werden muß. Eine ältere Frau springt in ihrer Angst aus dem Fenster. (209)

Ein amerikanischer Soldat, der sich als Sohn einer vor Jahren ausgewanderten jüdischen Familie ausgibt, schlägt den 71-jährigen früheren

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Ortsgruppenleiter in Schlüchtern mit dem Gewehrkolben bis zur Bewußtlosigkeit. Dieser erleidet eine schwere Gehirnerschütterung. (374)

Juli

Der Landwirt H. R. in Schwiebertingen/Krs. Stuttgart wird, vermutlich weil man ihn als Angehörigen der Allgemeinen SS ansieht, von zwei amerikanischen Soldaten nachts aus dem Bett auf die Straße geschleift und verprügelt. Eine halbe Stunde später wird er neuerdings aus dem Bett geholt und von den zwei Amerikanern unter Mißhandlungen aufs freie Feld gefahren. Als er aus Furcht, hinterrücks erschossen zu werden, dem Befehl vom Auto wegzulaufen, nicht nachkommt, wird er mit Gewehrkolben und Faustschlägen bewußtlos geschlagen, durch Uebergießen mit Wasser wieder zur Besinnung gebracht und abermals bewußtlos geschlagen. Durch die Mißhandlungen erleidet er vier Rippenbrüche, klaffende Kopfwunden, eine schwere Gehirnerschütterung und den Verlust sämtlicher Zähne im Oberkiefer. (3455)

In Emmershausen/Krs. Usingen brechen amerikanische Soldaten bei H. R. ein und stehlen RM. 3000.– aus der Kasse. (465)

Im Bahnbetriebswerk Kassel wird ein Heizer von einem Soldaten in amerikanischer Uniform derart geschlagen, daß er blutüberströmt flüchtet. (422)

August

Drei amerikanische Soldaten dringen in Felsberg/Bez. Kassel nachts in das Haus des Bäckermeisters K. L. ein und verlangen Schnaps. Als er keinen geben kann, schlagen sie mit Gewehrkolben derart auf ihn ein, daß er zusammenbricht, Gehirnerschütterung, viele Prellungen und Blutergüsse, linksseitigen Kieferbruch und mehrere Rippenbrüche erleidet und in Lebensgefahr schwebt. (207)

November

Eine Rot-Kreuz-Schwester wird auf der Straße längs des Lagers Platting von einem Posten angeschossen und tödlich verwundet. (3814)

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Winter 1945 / 46

In Marburg/Lahn wird der Beinamputierte Referendar Dr. R. niedergeschlagen und hilflos liegengelassen. Obwohl er den Vorfall der 100 m entfernt liegenden MP meldete, wird nichts unternommen.

Einem Manne wird durch amerikanische Soldaten ein Auge ausgetreten. Ein anderer Mann verliert durch Fußtritte das Gehör.

Ein 62-jähriger Zahnarzt wird durch amerikanische Soldaten im Gesicht schwer verletzt. (3815)

März 1946

Aus einem Hause in Marburg/Lahn nehmen amerikanische Soldaten unter Aufsicht eines Offiziers acht Kisten Kristall weg, meist alten Familienbesitz der Familie des Geheimrates Prof. Dr. J. (3805)

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VERSTÖSSE GEGEN DIE KRIEGSREGELN
IM LUFTKAMPF

1940

Mai

Zwei feindliche Flugzeuge werfen auf das Hospital in Amiens Bomben, obgleich das Gebäude deutlich durch das Rote Kreuz gekennzeichnet ist. Dadurch werden zwei Verwundete getötet und 24 erneut schwer verletzt. (136)

1942

Oktober

Feindliche Flugzeuge greifen auf der militärisch völlig bedeutungslosen ostfriesischen Insel Spiekeroog Gruppen von HJ-Angehörigen an, die auf den Feldern der Insel mit Erntearbeiten beschäftigt sind. (126)

1943

Juni/Juli

Zwischen Soden und Saalmünster wird der Personenzug Frankfurt–Fulda zweimal mit Bomben und Bordwaffen angegriffen. Nachdem der Zug gehalten hat, wird der Beschuß auf die flüchtenden Menschen fortgesetzt. (193)

September/Oktober

In Danzig werden bei vollkommen klarer Sicht durch feindliche Flugzeuge Bomben auf das mit dem Roten Kreuz deutlich gekennzeichnete Diakonissen-Krankenhaus geworfen. Die Kinderabteilung erhält einen Volltreffer und wird völlig zerstört, wobei 49 Kinder und sechs Krankenschwestern den Tod finden. (132)

Oktober

Bei Limburg greifen zwei feindliche Jagdflieger auf der Autobahn Lkws, die mit Hausrat beladen sind, mit Bordwaffen an. Hierdurch wird eine Person getötet und drei weitere schwer verletzt. (156)

In dem Dorf Viermünden Krs. Frankenberg (Eder) werden durch Tiefflieger systematisch die Bauernhäuser unter Feuer genommen und in

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Brand geschossen, wodurch insgesamt zehn Bauerngehöfte vernichtet werden. Das Dorf besitzt keinerlei Industrieanlagen. (506)

In Hamburg-Wandsbeck werfen feindliche Flieger bei Tage Giftbonbons und als Füllfederhalter getarnte Sprengkörper ab. Hierdurch werden mehrere Kinder, die diese Gegenstände aufheben, getötet und verletzt. (311)

1944

Januar

Feindliche Flieger greifen bei klarer Sicht den nur 30 Häuser zählenden Ort Schauereck Krs. Euskirchen mit Bordwaffen und zehn bis zwölf Sprengbomben an. Dadurch werden zahlreiche Einwohner, darunter auch Frauen und Kinder, getötet. (560)

10 km südlich Houffalice in Belgien wird eine Sanitätskolonne durch drei feindliche Tiefflieger dreimal hintereinander angegriffen. Hierdurch werden 40-50 Mann getötet und eine weitere große Anzahl Verwundeter verletzt. (561)

März

Zwischen Schonungen und Gädheim (Unterfranken) greifen feindliche Tiefflieger einen deutschen, sichtbar gekennzeichneten Lazarettzug mit Bordwaffen an. Zahlreiche Verwundete werden getötet oder erneut schwer verletzt. (179)

Im Bereich von Blaubeuren bei Ulm schießen feindliche Tiefflieger wiederholt auf die Landbevölkerung sowohl in den Feldern wie auch auf den Straßen. Ein Bauer wird auf der Straße schwer verletzt, sein Pferdefuhrwerk zusammengeschossen. Eine Schafherde wird ebenfalls beschossen. Militärische Ziele sind in der Gegend nicht vorhanden. (352)

In Stendal werden Frauen und Kinder, die in den Gärten arbeiten, von feindlichen Fliegern aus 20-30 m Höhe angegriffen und mit Bordwaffen beschossen, wobei Tote und Verwundete zu beklagen sind. (311)

In Templin (Uckermark) werfen feindliche Flugzeuge bei Tagesangriff Sprengbomben auf das Kreiskrankenhaus bzw. Lazarett, das deutlich mit dem Roten Kreuz gekennzeichnet ist. Ergebnis: 200 Zivilisten und Verwundete tot. (578)

April

In der Nähe von Oschatz (Sachsen) beschießen zwei feindliche Tiefflieger deutsche Frauen und Kinder, die auf den Feldern arbeiten. (397)

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In Goslar wird ein deutscher Bauer auf dem Felde bei der Arbeit von einem feindlichen Tiefflieger erschossen. An seiner Leiche werden von Ärzten handtellergroße Explosionslöcher im Rücken festgestellt. (392)

Nach einem Luftkampf zwischen deutschen und amerikanischen Jagdfliegern drehen zwei USA-Maschinen ab, fliegen einen am Fallschirm hängenden deutschen Piloten an und erschießen ihn mit dem MG in der Luft. (158)

Ein auf dem Bahnhof in Usingen haltender Zug, der mit Zivilisten voll besetzt ist, wird von zwei feindlichen Tieffliegern mit Bordwaffen beschossen. Ergebnis: sechs Tote, 14 Schwerverletzte und zahlreiche Leichtverletzte. (144)

Ein 12-jähriges deutsches Mädchen, das mit einem Pferdegespann bei Rothenburg / Tauber auf der Landstraße unterwegs ist, wird durch feindliche Tiefflieger getötet. (326)

Sechs feindliche Jagdbomber greifen die kleine Landgemeinde Harthausen Krs. Eßlingen mit Bomben und Bordwaffen an. Industrieanlagen sind dort nicht vorhanden. (505)

Nach Luftkampf zwischen deutschen und feindlichen Fliegern beschießen zwei feindliche Flugzeuge in der Nähe von Korbach (Waldeck) einen am Fallschirm hängenden deutschen Piloten. (504)

Feindliche Tiefflieger schießen auf der Landstraße kurz hinter Erlangen einen deutschen Personenkraftwagen mit Bordwaffen zusammen. Die Insassen, zwei Zivilisten, werden getötet. (326)

In Lellbach (Waldeck) greifen amerikanische Jagdflugzeuge nach dem Luftkampf mit deutschen Jägern einen deutschen Piloten, der aus brennender Maschine ausgestiegen ist und am Fallschirm hängt, mit Bordwaffen an und erschießen ihn. (340)

Mai

In Lößen greifen amerikanische Flugzeuge bei klarer Sicht aus geringer Höhe deutsche Zivilisten an. Ein Ehepaar wird getötet, zwei Kinder und ein 20-jähriges Mädchen schwer verletzt. (547)

Juni

Feindliche Jagdbomber greifen in der Nähe von St. Lo deutsche Sanitätswagenkolonne, die deutlich mit Rotem Kreuz gekennzeichnet ist, mit Bordwaffen an. Sämtliche Fahrzeuge brennen aus. Die Schwerverletzten verbrennen. (116)

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In Baron (Normandie) greifen acht feindliche Flugzeuge deutlich gekennzeichneten deutschen Hauptverbandsplatz an. Ergebnis: 50 Verwundete tot, zahlreiche andere schwer verletzt. Über Baron abgeschossener britischer Fliegeroffizier bestätigt, daß die Rote-Kreuz-Zeichen des Platzes gut sichtbar gewesen sind. (657, 659)

Feindliche Tiefflieger beschießen bei Ansbach einen nur mit Zivilisten besetzten Personenzug, wodurch zahlreiche Männer, Frauen und Kinder getötet und verwundet werden. (326)

Bei Mayenne – Mouertlin greifen feindliche Flugzeuge deutschen Sanitätslastkraftwagen mit Rote-Kreuz-Abzeichen im Tiefflug mit Bordwaffen an und schießen ihn in Brand. Alle 18 Verwundeten verbrennen. (509)